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Wir setzen auf konstruktive Gespräche.

Im Visier: Einsparungsmaßnahmen im KAV | Sparmaßnahmen: Wir setzen auf konstruktive Gespräche.

Interessensvertretung

Auch in den KAV-Spitälern muss gespart werden. Wir sprachen mit Ärzte-Personalvertreterin Doris Lubec zum Thema.

Analyse (A.): Was sagen Sie zu den derzeit bekannten Sparmaßnahmen im KAV?

Drin Doris Lubec (L.): Die Personalvertretung (PV) wurde darüber informiert, dass es im KAV zu Maßnahmen kommen muss, die den für heuer prognostizierten Anstieg der Kosten eindämmen sollen. Bislang hat die KAV-Führung beschlossen, 30 TurnusärztInnen weniger als im Vorjahr aufzunehmen. Die Häuser wurden dazu aufgefordert, Maßnahmen zu entwickeln, um ein Prozent bei den Personalkosten und zwei Prozent bei den Sachkosten einzusparen. Das haben auch die meisten schon in ihren Planungen für 2011 umgesetzt.

>> Über diverse Äußerungen unseres Generaldirektors in den Medien bin ich unglücklich. <<

A: Von der Ärztekammer wurde immer wieder die Forderung nach Gesprächen laut.

L: In der Frage der Finanzierung unseres Gesundheitssystems - der KAV steht ja nicht isoliert da - müssen alle Player einen Schulterschluss zeigen. Natürlich spielt auch die Ärztekammer eine wichtige Rolle, so wurden die Gehaltsverhandlungen 2000 unter Führung der Gewerkschaft gemeinsam mit der Standesvertretung geführt. Im KAV ist es aber primär Aufgabe der Gewerkschaft und PV, Verhandlungen mit der Generaldirektion zu führen. Und dabei setzen wir zu allererst auf konstruktive Gespräche. Es sind aber auch Gespräche zwischen Ärztekammer und Generaldirektor terminisiert. Im Moment bin ich aber über diverse Äußerungen unseres Generaldirektors in den Medien mehr als unglücklich. Dass KollegInnen bislang nur von 8-13 Uhr arbeiten, ist längst überholt. Nachtdienste sind zu einem rund um die Uhr Arbeiten ohne die geringste Möglichkeit der Erholung geworden. Auch der Andrang in den Ambulanzen übersteigt die Kapazitäten schon längst.

A: Wie könnte da Abhilfe geschaffen werden?

L: Leider ist es im niedergelassen Bereich noch immer so, dass in einigen Fächern zu wenig Kassenärzte existieren. In Notfällen bleibt den Patienten oft nichts anderes übrig, als die Ambulanz aufzusuchen. Eine bessere Abstimmung von niedergelassenem Bereich und ambulanter Versorgung wäre sicher notwendig.

>> Ich setze auf Gespräche und Kontrolle, wie es die Aufgabe des PGA ist. <<

A: Wie wird es nun weitergehen?

L: Der PGA- ÄrztInnen wird alle Meldungen der Häuser sammeln und genau darauf achten, dass es für unsere Kolleginnen und Kollegen nicht zu Verschlechterungen in der Arbeitssituation kommt. Zusätzlich werden auf den verschiedenen Ebenen zwischen Dienstgeber und Gewerkschaft Gespräche und Verhandlungen geführt. Ich setze auf konstruktive Gespräche und bin zuversichtlich, dass es zu keiner Verschlechterung der Arbeitsbedingungen im KAV kommen wird.

A.: Wir danken für das Gespräch!

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