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Im Visier: Dienstrecht SpitalsärztInnen: Warten auf ein Wunder?

Im Visier: Dienstrecht | SpitalsärztInnen: Warten auf ein Wunder?

Interessensvertretung

Die gegenwärtigen und zukünftigen Arbeitsbedingungen im Spitalsbetrieb verlangen entsprechende dienstrechtliche Anpassungen, darüber sind sich alle einig. Allerdings hoffen wir seit nunmehr drei Jahren scheinbar vergebens auf akzeptable Lösungsvorschläge seitens unseres Managements. Und das ohnehin nur für die dringlichsten Anliegen unserer Kolleginnen und Kollegen in den Spitälern.

Altersarbeitszeitmodelle. Für ältere DienstnehmerInnen sind die gängigen, derzeit praktizierten Dienstzeiten oft sehr belastend und unzumutbar. Wir fordern daher seit Jahren entsprechend neue Arbeitszeitmodelle, um in den letzten Dienstjahren die Nachtdienste der betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu verringern. In den Verhandlungen kam es bisher jedoch zu keiner sinnvollen Einigung, weil seitens des Managements offenbar keinerlei Ambitionen bestehen, an praktikablen Lösungen zu arbeiten.

Titular-Oberarzt. Ein vollkommen kostenneutraler Wunsch stieß bei unseren Entscheidungsträgern unverständlicher Weise bisher ebenfalls auf taube Ohren. Es ist allerdings weder argumentierbar noch nachvollziehbar, warum dauerhaft an den Spitälern beschäftigte Fachärztinnen und Fachärzte nicht den gängigen Titel "Oberarzt/Oberärztin" führen sollen. Schließlich leisten sie adäquate Arbeit und haben entsprechendes Anrecht auf Gleichstellung.

Sonderurlaubsregelungen. Seit nunmehr zwei Jahren ebenfalls ungelöst ist das Problem des Sonderurlaubs für PrüfungskandidatInnen. Unsere Forderung war und bleibt es, Sonderurlaubstage für jene Kolleginnen und Kollegen zu genehmigen, die vor der Abschlussprüfung zum/zur Allemeinmedinziner/in oder Facharzt/ärztin stehen. Die KollegInnen sind voll in den Spitalsbetrieb integriert und haben daher auch entsprechend wenig Lernzeit zur Verfügung. Es sollte jedoch auch im Sinne unserer Vorgesetzten sein, dass neben der Praxis auch die Theorie entsprechend beherrscht wird und unsere KandidatInnen positive Prüfungsergebnisse erzielen. Eine rechtlich abgesicherte Lösung in Form von Sonderurlaubstagen ist unabdingbar.

Wir könnten nun einen entsprechenden Wunschzettel an den Weihnachtsmann formulieren und auf ein Wunder warten oder das tun, was uns als Personalvertretung aufgetragen ist, nämlich erfolgreiche Verhandlungen zu führen. Es gilt also auch fürs kommende Jahr die Maxime dranbleiben und weiter Druck machen, bis für alle Beteiligten akzeptable Lösungen am Tisch sind. Ich appelliere hiermit an den guten Willen und die Vernunft unseres Managements, denn eines muss wohl allen bewusst sein: Nur zufriedene MitarbeiterInnen sind auch gute und motivierte MitarbeiterInnen. Was man an guten Arbeitsbedingungen schafft, kommt tausendfach in Form von optimaler Arbeitsleistung zurück.

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