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Sozialdemokratische ÄrztInnen
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Aktuelle Ausgabe

Ermüdungsparagraph in der neuen Betriebsvereinbarung (BV) der MedUniGraz

Universität aktuell

Ausgeruhte ÄrztInnen sind ein Qualitätsfaktor

Ärztliche Journaldienste bedeuten physische und psychische Belastung, sowie das Tragen höchster Verantwortung zu jeder Tages- und Nachtzeit, auch zu biorhythmisch sehr ungünstigen Tageszeiten. Überlange Dienste bedeuten einen ununterbrochenen Alarmzustand, das Herzinfarktrisiko ist erhöht. Zu lange Spitals-Dienste sind krankmachende Arbeitsbedingungen und  gefährden PatientInnen und Ärzteschaft.

Als wissenschaftlicher Betriebsrat (BR) haben wir nun das Zustandekommen des "Ermüdungsparagraphen" in der neuen BV zur Arbeitszeitregelung durchgesetzt: Dieser besagt, dass an Wochentagen MitarbeiterInnen nach der 25. Stunde nur noch zu solchen Arbeiten herangezogen werden dürfen, die mit der Belastung der vorangegangenen Dienststunden vereinbar sind, und dass darauf bei der Planung der Krankenversorgung vorausschauend Rücksicht zu nehmen ist. Für besonders belastende Journaldienste wurde folgendes festgelegt: Wenn die vorangegangene dienstliche Inanspruchnahme so war, dass keine ausreichende Ruhe vorlag, so hat der Dienstnehmer nach Information des Dienstvorgesetzten nach der 25. Stunde den Dienst zu beenden. Die Diensteinteilung gemäß Dienstplan bis zur 32. Stunde gilt dabei entgeltrechtlich und von der Arbeitszeit her als erbracht.
Das Engagement des wiss.BR und die konstruktive Haltung des MUG-Rektorats ermöglichten diesen sozialpolitischen Durchbruch hin zu einer "Gesundheitsuniversität".

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