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Aktuelle Ausgabe
v.l.n.r: Oberassistentin Sylvia Handler, Sektionschef Mag. Herbert Preglau, Ao. Univ.-Prof. Dr. Monika Fritzer-Szekeres, o. Univ.-Prof. Dr. Oswald Wagner v.l.n.r.: Oberassistentin Sylvia Handler, Sektionschef Mag. Herbert Preglau, Ao. Univ.-Prof. Dr. Monika Fritzer-Szekeres, o. Univ.-Prof. Dr. Oswald Wagner

Im Visier: Qualitätssicherung | KIMCL: Perpetuum mobile Qualitätsmanagement

Universität aktuell I

Dem Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik (KIMCL) wurde als erstem Spitalslabor und Universitätsinstitut in Österreich die Akkreditierung als Prüflabor durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit zugesprochen.

Die Akkreditierungsurkunde wurde im Rahmen eines festlichen Symposiums am 18. Dezember 2008 in Anwesenheit von Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky, SPÖ-Gesundheitssprecherin Dr. Sabine Oberhauser und MUW-Rektor Univ. Prof. Dr. Wolfgang Schütz an das Team des KIMCL, den Vorstand o. Univ.-Prof. Dr. Oswald Wagner und die für das Akkreditierungsprogramm verantwortliche Oberärztin Univ.-Prof. Dr. Monika Fritzer-Szekeres überreicht.

Zertifizierung als Qualitätssicherung
Der Laborbefund ist Basis für präzise medizinische Diagnosen und für eine Vielzahl von Behandlungen. Deshalb sind Maßnahmen zur Sicherung der Qualität in diesem Bereich von besonderer Bedeutung. Das KIMCL hat bereits 1994 mit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems begonnen. 1997 wurde die Immunologie als erster von insgesamt zehn Bereichen zertifiziert, 2002 erfolgte die Gesamtzertifizierung des KIMCL nach ISO 9001.

Ehrgeiziges Ziel: Akkreditierung
"Die Bewerbung für die neu installierte Akkreditierungsnorm ISO 15189 für medizinische Labors war eine logische Konsequenz." erläutert Monika Fritzer-Szekeres, projektverantwortliche Oberärztin. Im Unterschied zur Zertifizierung erfolgt eine Akkreditierung ausschließlich durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit und verlangt eine weitaus dichtere, spezifischere Dokumentation sowohl was die technischen Gegebenheiten, die Untersuchungsverfahren als auch die Aus- und Weiterbildung der MitarbeiterInnen betrifft. "Dem entsprechend war die Vorbereitungszeit sehr intensiv. Es wurden neben der internen Qualitätssicherung beispielsweise tausende Rundversuche zur externen Evaluierung durchgeführt." so Fritzer - Szekeres. Dabei wurden internationale Proben aus Deutschland bis Australien im KIMCL ausgewertet und die Resultate in den Herkunftsländern bewertet, um eine Qualitätsoptimierung zu gewährleisten.
Im Oktober 2007 wurde das KIMCL schließlich über zwei Tage von vier Sachverständigen des Wirtschaftsministeriums überprüft. Im Begutachtungsbericht enthaltene Verbesserungsvorschläge mussten umgesetzt und schriftlich dokumentiert werden. Nach positiver Beurteilung des Berichts durch den Beirat erhielt das KIMCL am 15. Mai 2008 den offiziellen Akkreditierungsbescheid.

Kein Ausruhen auf Lorbeeren
Fritzer-Szekeres: "Die Akkreditierung ist ein laufender, begleitender Prozess und wird alle fünf Jahre erneuert. Und dazwischen wird laufend evaluiert, kommuniziert und verbessert." So finden in 12- bis 16-monatigen Abständen externe Überprüfungen, regelmäßige interne Audits und laufend Besprechungen mit den zehn Qualitätsmanagement (QM) - KoordinatorInnen der einzelnen KIMCL - Bereiche statt. Verbesserungsvorschläge werden aufgegriffen und nach Möglichkeit umgesetzt. Zwei mal jährlich organisieren die QM-KoordinatorInnen Rundgänge mit KollegInnen aus dem Pflegebereich der Einsender, um Einblick zu gewähren. "Es soll vor allem Verständnis für teilweise sehr komplexe Abläufe in der Analyse erzeugt und die Kommunikation durch fixe Ansprechpartner erleichtert werden. Wir wollen das auf die Ärzteschaft ausweiten." so die Koordinatorin.  Im Zwei-Jahres- Rhythmus werden auch alternierend Umfragen unter den MitarbeiterInnen im KIMCL bzw. den MitarbeiterInnen der Einsender durchgeführt. Den externen Auditoren wird schließlich jährlich ein Management-Review, also ein Tätigkeitsbericht mit umfassender Dokumentation aller Vorgänge und der erreichten Ziele vorgelegt. "Die Ideen zur Qualitätsoptimierung werden vermutlich nie ausgehen!" lacht Fritzer-Szekeres. (red.)

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