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Sozialdemokratische ÄrztInnen
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Aktuelle Ausgabe
Ärztekammerwahlen 2007
"Wir vertreten Ihre Anliegen"

Ärztekammerwahlen 2007: "Wir vertreten Ihre Anliegen!"

Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Liste der Angestellten ÄrztInnen

"Wir brauchen faire Chancen und effiziente Strukturen!"

Die Situation der Angestellten ÄrztInnen war in den letzten Jahren nicht die beste - zum Beispiel sind mit Inkrafttreten des Universitätsgesetzes 2002 eine Reihe von Nachteilen für den akademischen Mittelbau entstanden. Ein generelles Nebenbeschäftigungsverbot konnten wir verhindern. Es gilt aber, für mehr Rechte der Kolleginnen und Kollegen an den Uni-Kliniken zu kämpfen.

Dazu zählen u. a.:

  • Ein durchgängiges Karrieremodell
  • Finanzielle Mittel, um das KAAZG einhalten zu können
  • Ein demokratisch strukturiertes Universitätsgesetz
  • Die Schaffung einer einheitlichen Hochschullehrerkurie

An den Spitälern des KAV bedarf es:

  • Einer massiven Entlastung der ÄrztInnen durch Research Nurses und Stations-SekretärInnen
  • Einer Anpassung der Stellenpläne, um das KAAZG einhalten zu können
  • Gesicherte Oberarztstellen für personalintensive Fächer nach 5-jähriger Facharzttätigkeit
  • Der Umsetzung des "Vier-Augen-Prinzips"
  • Einer Eindämmung der Bürokratie durch Einsatz EDV-gestützter Dokumentation
  • Eines standardisierten, effizienten Ausbildungsplans

Wir werden mit Vehemenz für die Umsetzung unserer Forderungen kämpfen.


Dr. Birgit Angel
Liste der TurnusärztInnen

"Wir werden als Systemerhalter missbraucht!"

Nach drei Jahren Wartezeit - im seltensten Fall in einer Lehrpraxis - beginnt der heiß ersehnte Turnus mit großteils ausbildungsirrelevanten Tätigkeiten, wie endlosem Blutabnehmen, Infusionen anhängen, Blutdruckmessen, EKG und Briefe Schreiben.
Sollten wir nicht auch Krankheiten diagnostizieren und PatientInnen behandeln lernen?

Wir fordern daher:

  • Die Abschaffung reiner Routinetätigkeiten und die Konzentration auf ärztliche Tätigkeiten
  • Die Schaffung zeitlicher Ressourcen für TurnusärztInnen
  • Eine laufende Überprüfung der Ausbildungsqualität
  • Die Optimierung des Rotationssystems 
  • Eine Reduktion der Wartezeiten auf den Turnus
  • Eine praxisorientierte Ausbildung der Studenten
  • Den Ausbau und die Förderung von Lehrpraxen mit angepasster Entlohnung

Wir wollen eine deutliche Verbesserung der Ausbildungs- und Arbeitssituation für alle Wiener TurnusärztInnen erreichen. Bestehende Ausbildungskonzepte und Leitlinien, wie das "Vier-Augen-Prinzip", müssen dringend umgesetzt und kontrolliert werden!


Dr. Elke Szönyi-Wirtinger
Liste der Niedergelassenen AllgemeinmedizinerInnen

"Wir sind die KoordinatorInnen im Gesundheitssystem!"

Wir HausärztInnen sind erste Anlaufstelle unserer PatientInnen, kennen manche von Kindesbeinen an.

Um den Aufgaben als medizinische "Lebensbegleiter" gerecht werden zu können, braucht es eine Vielzahl an Verbesserungen:

  • Die ärztliche Schweigepflicht darf nicht durch elektronische Datensysteme (ELGA) gelockert werden
  • Kostenintensive Dauerbehandlungen bei chronisch Kranken müssen aus der Ökonomiebewertung der GKK herausgenommen werden
  • Die Beschränkung der Verschreibungsmöglichkeiten für AllgemeinmedizinerInnen widerspricht den beruflichen Anforderungen und ist aufzuheben
  • Patientengespräche müssen entsprechend abgegolten, die 18 Prozent Deckelung bei Position 90 aufgehoben werden
  • Entsprechende Honorierung bzw. Reduktion der überbordenden bürokratischen Tätigkeiten
  • Verpflichtung zur ökonomischen Verschreibung auch für Spitäler
  • Ein verbessertes Aufnahme- und Entlassungsmanagement der Spitäler, das eine reibungslose (Weiter-)Behandlung ermöglicht
  • Neue Vergaberegelung und Anhebung der staatlichen Förderung für Lehrpraxen
     

Wir brauchen sinnvolle strukturelle und ökonomische Rahmenbedingungen, um unserer Rolle als erste Ansprechpartner und Begleiter unserer PatientInnen durch eine hochspezifische, moderne Medizin weiterhin wahrnehmen zu können.


Dr. Klaus Wirtinger
Liste der Niedergelassenen FachärztInnen

"Schluss mit dem 'Greißlersterben‘ im Niedergelassenen Bereich!"

Eine kontinuierliche, individuelle Versorgung der PatientInnen ist nur im Niedergelassenen Bereich möglich. Damit der "Facharzt" im klassischen Sinn nicht ausstirbt, muss er aber konkurrenzfähig bleiben.

Wir fordern daher:

  • Entsprechende Honorierung spezifischer, technologiegestützter Behandlungsmethoden
  • Gleiche Leistung = gleiche Honorierung für WahlärztInnen
  • Überschaubare Ordinationsgrößen mit ausschließlich medizinischem Personal (Mitglieder der Ärztekammer) ohne Firmenbeteiligungen
  • Keine Ärzte-GesmbH mit Fonds-Beteiligung
  • Kein ökonomischer Druck zur Leistungsreduktion gegenüber PatientInnen - qualifizierte Arbeitszeit, wie zum Beispiel die Zusatzausbildung Psy III, muss abgegolten werden
  • ELGA - der Befund gehört dem Arzt, alleiniges Verfügungsrecht muss beim Patienten bleiben

Wir müssen die Niedergelassenen FachärztInnen und WahlärztInnen vom ökönomischen Druck befreien, damit sie als freier Berufsstand zum Vorteil der PatientInnen erhalten bleiben!

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