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Sozialdemokratische ÄrztInnen
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Aktuelle Ausgabe
Symbolbild für die Berichterstattung

Editorial

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Mit Unterstützung unseres streit­baren Präsidenten Dorner, der durchaus auch im Gegenstrom zu dem immer wieder zu angepassten Österreichischen Präsidenten auftritt, wurden in der letzten Vollversammlung der Wiener Ärztekammer eini­ge "regierungskritische" Anträge gestellt und sogar mit respektablen Mehrheiten versehen.

So wurde die derzeit in den EU-Gremien verhandelte Arbeitszeit­richtlinie disku­tiert. Bartenstein versichert zwar immer wieder, das derzeit in Österreich geltende Arbeitszeitgesetz nicht verschlechtern zu wollen, in der EU jedoch zählt er zu den Hardli­nern. Diese fordern die Ausklammerung der Bereitschaftszeiten aus der Arbeitszeit und dass jeder Dienstnehmer für sich die geltenden Arbeitszeitgrenzen durch Unterschrift außer Kraft setzen kann. Was für uns lange Anwesenheit im Spital mit Abzug aller Pausen vom Arbeitszeitkonto bedeuten könnte ...

Ein weiterer Antrag befasste sich mit der im Rahmen der Pensi­ons­reform diskutierten Schwerar­beiterregelung, in der sich ÄrztInnen derzeit nicht wiederfinden. Schon die Rahmenbedingungen sind ein unüberwindbares Hindernis:

Damit die Regelung greifen kann, sind derzeit 45 Versicherungsjahre, das Erreichen des 60. Lebensjahres, und mindestens 15 Schwerarbeitsjahre notwendig ...

Diese Sommervollversammlung hat deutlich bewiesen, dass sich die Kammer auf weiten Strecken mit hochpolitischen Themen und nicht aus­schließlich mit internen Strukturen auseinandersetzt. Die sozialdemokratischen ÄrztInnen wollen weiter im diesem Sinn arbeiten.

Ihre Sabine Oberhauser

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