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Aktuelle Ausgabe
Plan | Uni - Wien
Statement | NR Josef Broukal - Bildungssprecher der SPÖ

Plattform Freier Hochschulzugang

Wir fordern Nationalen Uni-Plan!

Unter dem Eindruck des EuGH-Urteils und den restrikti­ven Folgen an den heimischen Unis entschloss sich die SPÖ zur Gründung der Plattform Freier Hochschulzugang. Wissen­schaftssprecher Josef Broukal und Justizsprecher Hannes Jarolim sowie die GPA-StudentInnen, die ÖH und die Arge ÄrztInnen im ÖGB forderten bei der Grün­dungspressekonferenz einen Nationalen Uni-Plan. Der BSA schließt sich als Mitglied der Plattform den darin erhobenen Forderungen an.

Laut OECD studieren in Öster­reich weniger junge Men­schen als in anderen euro­päischen Staaten und die Quote der HochschulabsolventInnen zählt zu den niedrigsten im EU-Raum. Es ist somit ein Muss, den österreichischen MaturantInnen ein Studium an einer heimischen Universität zu ermöglichen. Und zwar ohne Hürden, wie "first come first serve" oder knock out-Prüfungen nach einem oder zwei Semestern. Derartige "Lösungen" können wohl nur als chaotische Reaktionen auf ein längst zu erwartendes EuGH-Urteil ge­wertet werden. Seit Auf­nahme des Ver­fahrens gegen
Ös­terreich am 31. März 2003 ist kein auch nur annähernd ernst zu nehmender Versuch seitens der politisch Verantwortlichen unternommen worden, eine für Österreichs Jugend verträgliche Re­gelung grenz­über­schrei­ten­der Stu­den­tInnen­strö­me herbeizuführen.

Ein Nationaler Universitäts-Entwicklungsplan soll nun zumindest die Zukunft für öster­reichische Universitäten und deren StudentInnen absichern. So müsste der steigende Bedarf an AkademikerInnen im Land und jener in der österreichischen Wirtschaft evalu­iert und dokumentiert werden. Für Studienrichtungen mit Kapazitätsengpässen müssen Auswahlverfahren entwickelt werden, die einen entsprechend hohen Anteil an erfolgrei­chen Studienabschlüssen garantieren. Die notwendigen Mittel für die österreichischen Studierenden müssen ausge­wiesen werden.

Die an den Universitäten nötigen Groß-Investitionen von mehr als einer halben Milliarde Euro müssten in Jahrerstranchen ausgewiesen und ihre Finanzierung sicher­gestellt werden. Ebenso muss der Entwicklungsplan Strategien gegen die derzeit relativ hohe Zahl an Studienabbrechern entwickeln und Vorschläge zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Studium erarbeiten.

Wie das Beispiel des Rates für Forschung und Technologieentwicklung zeigt, kommen schlanke außerminis­terielle Strukturen sehr rasch
zu brauchbaren Aussagen und Strategien. Deshalb sollte auch dieser Plan für die österrei­chischen Unis außerhalb des Bil­dungs­ministeriums erstellt werden. Es wäre jedoch sinnvoll die Sozialpartner einzubinden. Die Beschlüsse sollten letztendlich im Nationalrat gefasst werden. Damit er auch Regierungswech­sel überdauert, müsste der Uni-Entwicklungsplan einstimmig be­schlossen werden. Dies würde den Universitäten und anderen tertiären Bildungseinrichtungen mehr Sicherheit geben
.

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