topimage
Sozialdemokratische ÄrztInnen
Banner Header
Aktuelle Ausgabe

Ein Blick zurück XIX (1987-1988) | Rege Diskussionen und kontroversielle Themen

BSA intern

Auch im Jahre 1987 waren die stets gut besuchten Monatsversammlungen der wichtigste regelmäßige Treffpunkt der Sozialistischen Ärzte Wiens.

An diesen Abenden referierten Univ.-Prof. Dr. Werner Dutz, Dr. Heinz Fischer, Univ.-Prof. Dr. Harald Ogris, BM a. D. Dr. Kurt Steyrer,  Dr. Klaus Renoldner, Univ.-Prof. Dr. Anton Zeilinger,  Prim. Univ.-Doz. Dr. Friedrich Gschnait, Prim. Dr. Norbert Vetter, Univ.-Prof. Dr. Anton Neumayr und Polizeipräsident Dr. Karl Reidinger.

Zukunftsthemen. Es gab eine gute Zusammenarbeit mit anderen Organisationen des BSA. So stand bei einem inter-disziplinären Diskussionsabend, der gemeinsam mit der Frauenarbeitsgemeinschaft veranstaltet wurde, „Die künstli-che Befruchtung“ zur Diskussion. Ein weiterer Vortragsabend mit dem Thema „Das Österreichische Gesundheitssystem heute und morgen“ wurde mit der Fachgruppe der Hochschullehrer gestaltet. Eine wichtige Ergänzung zu diesen interessanten Veranstaltungen waren die regelmäßigen Zusammenkünfte des gesundheitspolitischen Arbeitskreises unter der Leitung von Prim. Dr. Stephan Rudas. In einer Veranstaltungsreihe der Arbeitsgemeinschaft Sozialistischer Medizinstudenten referierten Prof. Josef Hindels und Univ.-Prof. Dr. Emmerich Talos.

In der Jahreshauptversammlung am 13. Mai 1987 sprach Dr. Heinz Kienzl zum Thema „Antisemitismus in Österreich“. Das Bundestreffen des BSA fand am 10. und 11. Oktober 1987 in Graz statt. Ein feierlicher Empfang im Schloss Eggenberg war der gesellschaftliche Höhepunkt.

Herbsttreffen. Fast 200 Ärztinnen und Ärzte kamen am 24. Oktober 1987 zum 14. Herbsttreffen nach Gresten.  Im Mittelpunkt der Beratungen mit Min. Rat Dr. Erasmus Peer, Stadtrat Univ.-Prof. Dr. Alois Stacher, Prof. Dr. Ewald Novotny, Univ.-Prof. Dr. Georg Geyer und Dr. Wilhelm Marhold standen aktuelle gesundheitspolitische Probleme.  Der Bildungsreferent Dr. Josef Schneeweis war für die Organisation der Tagung verantwortlich und seine Frau, Prof. Hermi Schneeweiß, sorgte für ein gediegenes Buffet.

1988. Das Jahr 1988 war besonders arbeitsreich. Es galt, sowohl die Organisation als politischen Faktor  zu stärken  als auch in der Ärztekammer und in der Gewerkschaft die Interessen der Ärzteschaft wirksam zu vertreten. Das Minis-terium plante eine Studienreform mit   Einführung eines Bakkalaureats und von Studiengebühren. Im Arbeitskreis der Sozialistischen Ärzte „Studienreform Medizin“ wurde in mehreren Sitzungen die Regierungsvorlage eingehend be-sprochen. Auch zahlreiche, zur Stellungnahme aufgeforderte  Mitglieder brachten schriftlich Änderungsvorschläge ein.

Monatsversammlungen. Die Mitglieder des gesundheitspolitischen Arbeitskreises unter der Leitung von  Dr. Stephan Rudas hielten auch in diesem Jahr regelmäßige Sitzungen ab. In den Monatsversammlungen sprachen Stadtrat Prof. Dr. Stacher über das AKH,  General Othmar Tauschitz und Sektionschef Dr. Franz Sailer über das Bundesheer,  Dr. Roland Lengauer über aktuelle Aspekte der Sozialpolitik, Dr. Manfred Matzka über die Gesundheitspolitik in Öster-reich, Georg Hoffmann-Ostenhof über Probleme in den USA und Univ.-Prof. Dr. Helmuth Denck über Medizin und Ethik.

Einen  Höhepunkt bildete der Vortragsabend von Edith und Hugo Pepper mit Szenen und Couplets aus dem im Jahr 1946 von Wiener sozialistischen Studenten gegründeten politischen Kabarett „Der Rote Hund“. Die aus Laien bestehende Theatergruppe wurde vom Kulturreferenten des Sozialistischen Studenten, Robert Stern, ins Leben gerufen und bestand bis zum Jahr 1951. Dieses einmalige kulturpolitische Kollektiv hatte bis zu 50 Mitwirkende. Viele von ihnen wurden nach dem Studium prominente Persönlichkeiten.

Jahreshauptversammlung. Die Jahreshauptversammlung der Arbeitsgruppe der Angehörigen der gehobenen medizinisch-technischen Dienste fand unter den Vorsitzenden Friederike Maier und Erika Scholze am 28. April 1988 statt.

Als Referenten für das 15. Herbsttreffen in Gresten am 8. Oktober 1988 konnten BM Franz Löschnak, Landesrat Josef Oberkirchner, Gen.-Dir. HR Franz Weclay, NR Dr. Herbert Ostleitner und Dir. Dr. Wilhelm Schützenberger gewonnen werden. Sie sprachen über Probleme in den Spitälern und bei den Krankenkassen. Dr. Ermar Junker leitete eine Podiumsdiskussion „Ärzte ohne Arbeit“.

Am 25. November 1988 starb im 91. Lebensjahr Frau Hermine Kakuska. Als Sekretärin hatte sie  über 30 Jahre die Sozialistischen Ärzte gewissenhaft betreut, war bei allen Sitzungen anwesend und führte die Protokolle. Darüber hinaus war sie für die Kassengebarung verantwortlich. Als  stets hilfsbereit und immer freundlich haben wir sie in unserer Erinnerung behalten.

Logo: SPÖ
www.oegbverlag.at
Bund sozialdemokratischer Akademiker/innen, Intellektueller und Künstler/innen