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Sozialdemokratische ÄrztInnen
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Aktuelle Ausgabe

Ein Blick zurück XV (1980 - 1983 | Wahlen und viele Veranstaltungen

BSA intern

Seit der Neugründung der Sozialistischen Ärztevereinigung im Jahre 1945 sind fast vier Jahrzehnte vergangen. Dank ihrer einsatzfreudigen FunktionärInnen ist die Vereinigung sozialistischer ÄrztInnen seither zu einer politisch wichtigen und angesehenen Ärzteorganisation geworden. Die Vereinstätigkeit wird intensiver, prominente ReferentInnen aus Wissenschaft und Politik bereichern die zahlreich besuchten Veranstaltungen.

1980: In Wien fanden zwanzig größere Veranstaltungen der Sozialdemokratischen Ärztevereinigung statt, an denen im Durchschnitt sechzig Personen teilnahmen. Unter den vielen ReferentInnen sollen Alfred Dallinger, Herbert Salcher, Kurt Steyrer und Johanna Dohnal hervorgehoben werden. Zum Herbsttreffen nach Gresten am 20. August kamen über hundert Mitglieder.

1981: Am 4. April gab es Ärztekammerwahlen in Wien. Unter den Spitzenkandidaten Otto Hahn, Rudolf Stastny und Ermar Junker erreichte die sozialdemokratische Ärztefraktion mit 12,45 Prozent der abgegebenen Stimmen sieben Mandate. Otto Hahn und Elisabeth Pittermann kamen in den Vorstand der Wiener Ärztekammer.  
Für diverse Veranstaltungen konnten wieder prominente ReferentInnen, wie Erwin Lanc, J. Hobl, Hans Matzenauer, B. Coudenhove-Kalergi und K. Meszaros, gewonnen werden.
In der Vorstandssitzung vom 20. Mai wurde die Mitgliedschaft von Heinrich Gross gelöscht. Als Psychiater wird er für die Tötung von Kindern „Am Spiegelgrund“ verantwortlich gemacht.
Beim 9. Herbsttreffen in Gresten am 14. November standen Referate von Kurt Steyrer, Alois Stacher, Florian Mück und Eugen Veselsky zur Diskussion.                                            
Auch die den sozialdemokratischen ÄrztInnen zugeordnete Arbeitsgruppe der Angehörigen der gehobenen medizinisch-technischen Dienste führte in den Jahren 1980 und 1981 unter der Vorsitzenden Friederike Maier zehn Großveranstaltungen durch. Obmann der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer MedizinstudentInnen war Reinhard Ruckser, als seine Stellvertreterin fungierte Ilse Marhold.
Am Ende des Jahres hatte der BSA bundesweit 16.075 Mitglieder, darunter 2.422 ÄrztInnen.  Das Bundestreffen fand am 3. und 4. Oktober  im Linzer  Brucknerhaus statt.

1982: Bei den Gewerkschaftswahlen  am 28. und 29. April erreichten die Spitzenkandidaten der Sozialdemokratischen Ärztevereinigung Rudolf Eberl und Helmuth Denck  35,12 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Auch in diesem Jahr gab es ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm. Bei den Monatsversammlungen sprachen G. Hoffmann-Ostenhof, Helmut Zilk, Ernst Gehmacher, Rudolf Pöder, Walter Hacker, Edgar Schranz, Erich Schäfer und Peter Jankowitsch. Beim Herbsttreffen am 18. September in Gresten standen  soziale Probleme im Vordergrund. Darüber referierten Franz Millendorfer, Heinz Rode, Ernest Brezovszky und Kurt Steyrer.

1983: In diesem Jahr fanden neben den traditionellen Monatsversammlungen gesellige Heurigenbesuche und Wanderungen mit den sozialdemokratischen StudentInnen auf den Ötscher und auf die Hohe Wand statt.
Bei der Jahreshauptversammlung am 8. Juni hielt Bundesministerin Hertha Firnberg das Hauptreferat.
Beim Herbsttreffen in Gresten am 8. Oktober konnte Vorsitzender Ermar Junker über 150 Anwesende begrüßen. Es referierten und diskutierten BM Kurt Steyrer, Gesundheitsstadtrat Alois Stacher, der Kärntner Landesrat Rudolf Gallob, Robert Brooks vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger und der Generaldirektor der Österreichischen Nationalbank Heinz Kienzl.

Unerwartete Todesfälle. Viele FunktionärInnen mussten altersbedingt ihre politische Tätigkeit beenden und wurden kontinuierlich durch jüngere MitarbeiterInnen abgelöst. Leider war auch der unerwartete Tod einiger prominenter Funktionäre zu beklagen: Raoul Schmiedeck,  Jahrgang 1923, war langjähriger Obmann der sozialistischen StudentInnen und profilierter Vertreter in der Hochschülerschaft. Jahre später wurde er als international anerkannter Fachmann auf dem Gebiete der Psychologie und Psychiatrie aus Amerika nach Wien berufen, um einen Lehrauftrag zu übernehmen. Vor seiner Antrittsvorlesung starb er völlig unerwartet am 14. Mai 1980. Am 22. Februar 1982 verstarb im 60. Lebensjahr Chefarzt Anton Bucher. Als typisches Arbeiterkind hatte er sich als Werkstudent sein Studium erkämpft. Schon im Jahre 1946 war er dem Verband sozialistischer Studenten beigetreten. Wegen seines fachlichen und organisatorischen Könnens wurde er als Primararzt der urologischen Abteilung auch zum Chefarzt des Hanuschkrankenhauses und zum leitenden Arzt der Wiener Gebietskrankenkasse bestellt. Das Vorstandsmitglied Oskar Neubauer starb am 4. Februar 1983, und am 9. November 1983 nahm Franz Sellner, langjähriges Vorstandsmitglied und Funktionär der Ärztekammer Wiens, Abschied von dieser Welt.

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