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Sozialdemokratische ÄrztInnen
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Aktuelle Ausgabe
Dr. Marcus Köller Prim. Univ. Prof. Dr. Marcus Köller, stellvertretender Kurienobmann der Angestellten ÄrztInnen

Spitalsärzte: Arbeitsbedingungen verbessern = Patientenbetreuung optimieren

Vertretung der Angestellten ÄrztInnen

Die Vollversammlung der Wiener Ärztekammer hat mich am 7. Mai 2012 zum zweiten stellvertretenden Kurienobmann der Angestellten ÄrztInnen gewählt.

Was bedeutet, dass ich mich die nächsten fünf Jahre intensiv um die Belange der Angestellten Ärzteschaft kümmern werde. In der Folge will ich die wichtigsten Anliegen kurz umreißen, die mir besonders am Herzen liegen.

Ausreichende Personalausstattung. Die angestellten ÄrztInnen werden regelmäßig an die Grenzen der Belastbarkeit geführt. Daher muss in den Spitälern eine ausreichende Personalausstattung garantiert sein, und ebenso sind zeitgerechte Nachbesetzungen im Falle von Personalabgang zu fordern, um Überschreitungen von maximal zulässigen Dienstzeiten im Sinne des KA-AZG zu vermeiden.

Schwerpunkt Aus- und Weiterbildung. Die Weiterentwicklung der Ausbildungsqualität junger KollegInnen kann auch nur erfolgreich vorangetrieben werden, wenn die dafür notwendigen strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Dazu gehört ohne Zweifel die Möglichkeit zur Fortbildung innerhalb der Dienstzeit, die erhalten bleiben muss. Schließlich sind gute Aus- und regelmäßige Fortbildung der Garant für eine optimale Betreuung der uns anvertrauten PatientInnen, und dies ist ja auch im Sinne der Dienstgeber und Träger der Einrichtungen.
 
Adäquate Honorierung. Natürlich sollen die ärztlichen Leistungen mit der damit verbundenen Verantwortung adäquat honoriert werden. Das muss sich sowohl in einer entsprechenden Entlohnung durch den Dienstgeber, wie auch in einer ebensolchen Honorierung durch die Privatversicherungen abbilden. In den künftigen Verhandlungen müssen wir darauf bestehen, dass  die Gewinne der Versicherungsträger auch anteilsmäßig an die behandelnden ÄrztInnen weitergegeben werden, sind doch letztlich wir die Erbringer jener Leistungen, mit denen die Versicherungen indirekt ihr Geschäft machen.

Es gibt also viel zu tun. Und wir werden in den Verhandlungen konsequent darauf hinweisen, dass die Qualität unseres Gesundheitssystems maßgeblich von den Arbeitsbedingungen der Ärztinnen und Ärzte in den Spitälern abhängig ist. Nur ausreichende Personalressourcen und hochqualifizierte Aus- und Weiterbildung garantieren auch eine optimale Patientenbetreuung, was oberstes gesundheitspolitisches Ziel  sein sollte.

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