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Sozialdemokratische ÄrztInnen
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Aktuelle Ausgabe
Dr.<sup>in</sup> Sandra Eder Dr.in Sandra Eder, Kurienobmann-Stellvertreterin

Turnusärzte: Endlich Nägel mit Köpfen machen.

Vertretung der ÄrztInnen in Ausbildung

Als politisch interessierte Studentin war ich schon während meines Medizinstudiums im VSSTÖ an der ÖH MedUni Wien mit der Vertretung der Interessen angehender MedizinerInnen betraut.

Und es wurde mir rasch klar, wie wichtig es ist, Probleme und Fehlentwicklungen nicht nur zu kritisieren, sondern aktiv an Veränderungen mitzuarbeiten.

Jungärzte-Vertretung. Derzeit befinde ich mich im letzten Jahr der Fachausbildung für Interne Medizin im AKH Wien. Schon in der letzten Wahlperiode war ich in der Wiener Ärztekammer für TurnusärztInnen tätig. Mit Beginn dieser Legislaturperiode stehe ich dem Kurienobmann für angestellte ÄrztInnen Dr. Leitner als Kurienobmann-Stellvertreterin zur Seite, um mich mit meiner Erfahrung weiterhin vor allem um die Anliegen der JungmedizinerInnen zu kümmern. Und derer gibt es nach wie vor viele.

Politik überzeugen. Wir müssen die politisch Verantwortlichen davon überzeugen, wie wichtig gut ausgebildete Fach- und AllgemeinmedizinerInnen für unser qualitativ hochwertiges Gesundheitswesen sind, das aber auch immer komplexer und anspruchsvoller wird. Hier reichen Lippenbekenntnisse nicht aus, es muss zu konkreten Maßnahmen kommen. Das längst ausverhandelte Turnusärztetätigkeitsprofil (AP07) muss endlich auch lückenlos umgesetzt werden. Unsere KollegInnen brauchen dringend Entlastung durch die vorgesehenen administrativen Assistenzen, um mehr Zeit für die eigentliche Ausbildung zu erhalten.

Lerninhalte evaluieren. Die Lerninhalte der Ausbildung gehören genau definiert und klar beschrieben. Derzeit läuft eine Evaluierung der Turnusärzte-Ausbildung, erste Ergebnisse bzw. Auswertungen wird es nach dem Sommer geben. Diese Evaluierung gehört erweitert auf die Facharztausbildung, um auch hier ein genaueres Bild vom Status quo zu bekommen. Flexiblere Arbeitszeitmodelle für JungmedizinerInnen sind zwar schon erlaubt, werden in der Praxis aber auch dort wo es ginge bzw. sinnvoll wäre aus organisatorischen Gründen kaum umgesetzt. Dafür braucht es die entsprechenden Rahmenbedingungen und das Verständnis für intensive Lernperioden der angehenden ÄrztInnen.

WFF leistbar machen. Kammerintern ist es mir besonders wichtig, dass junge, weniger verdienende KollegInnen vor allem während ihrer gesamten Ausbildung finanziell entsprechend entlastet werden. Was den mit 14 Prozent empfindlich hohen Wohlfahrtsfondsbeitrag betrifft, wird derzeit Kassasturz gemacht und das Regelwerk genau studiert. Danach werden wir entsprechende Modelle kammerintern erarbeiten  und diskutieren. Schließlich soll das System an sich erhalten bleiben, aber eben verdienstschwächere KollegInnen deutlich weniger belasten.

Wir können unsere Vorhaben und ambitionierten Ziele nur gemeinsam, auf breiter Basis umsetzen. Denn diese Ziele gelten letztendlich für alle KollegInnen in ganz Österreich und sollten daher auch fraktionsübergreifend mitgetragen werden. Wir werden jedenfalls unser Bestes geben.

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