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Liste der niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte Unsere KandidatInnen - zum Vergrößern bitte aufs Bild klicken!

Liste der niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte

Statements & KandidatInnen

"Wir brauchen moderne Strukturen und faire Bedingungen."

Dr. Klaus Wirtinger
Facharzt für HNO
Spitzenkandidat der Liste niedergelassener Fachärztinnen und Fachärzte

Auch im niedergelassenen Bereich spiegeln sich die massiven strukturellen und finanziellen Probleme unseres Gesundheitswesens wider. Tendenz steigend: Die Bürokratie wächst, die Finanzierung stagniert, die Patientenzahlen steigen während Kassenordinationen weniger werden. Unsere Ziele sind daher klar: 

  • Keine zusätzlichen Kosten durch ELGA, E-Medikation oder andere verpflichtende Einrichtungen.
  • ELGA in der vorgesehenen Form ist von uns nicht mit tragbar. Wir fordern eine gemeinsam mit der Ärzteschaft erarbeitete, leistbare Lösung, die dem Grundrecht auf Datenschutz nicht widerspricht.
  • Die seit den sechziger Jahren stagnierende Zahl der Kassenordinationen muss erhöht, die Nachbesetzung bereits eingesparter Kassen garantiert werden.
  • Einzelordinationen dürfen nicht "automatisch" in OGs und GmbHs einfließen.
  • Ordinationszusammenlegungen dürfen nicht mit Zustimmung der Kammer erzwungen werden, wie es in der Radiologie der Fall ist.
  • Faire Bedingungen für Senior- und JuniorpartnerInnen in OGs und GmbHs mit Kassen.
  • Wenn das Recht der Weitergabe entzogen wird, muss die Ablösezahlung weit höher sein, als ein Drittel des GKK-Jahresumsatzes der letzten drei Jahre.
  • Die Punktevergabe muss für BewerberInnen von Kassenstellen fair und transparent sein. Gefälligkeitsbestätigungen müssen sanktionierbar sein.
  • Wir wollen den wichtigen Bereich der Nuklearmedizin als Kassenleistung etablieren.

Wir müssen diese unsere Ziele und Forderungen gegenüber den politisch Verantwortlichen mit Vehemenz vertreten und klar stellen, dass ein undifferenziertes Sparprogramm lediglich die Gesundheitsversorgung schwächt, aber keine strukturellen Probleme löst.
 
Dr. Andreas Brezina
Radiologe
Listenplatz 2
 

"Mehr Kassenstellen und faire Finanzierung flexibler Ordinationsstrukturen." 

Niedergelassene ÄrztInnen sollen sich zukünftig mehr und mehr zu Gruppenpraxen zusammenschließen. Sie sollen flexiblere Ordinationszeiten mit Abend- und Wochenenddiensten anbieten. Das kostet Geld. Die MitarbeiterInnen müssen mit Mehr- oder Überstunden honoriert werden. Die Sozialversicherungsträger haben sich klar zu dieser Strukturreform bekannt. Sie müssen sich genauso klar zur Finanzierung der Mehrkosten bekennen. Für eine optimale, flächendeckende Versorgung durch KassenvertragsärztInnen muss die Anzahl der Kassenstellen erhöht werden und es müssen im Bedarfsfall auch kleine, vermeintlich unrentable Praxen nachbesetzt werden. Wir sprechen uns für eine sinnvolle Strukturreform aber dezidiert gegen erzwungene und kostenintensive Ordinationszusammenlegungen mit Zustimmung der Kammer - wie zuletzt in der Radiologie passiert - aus.

Dr. Wolfgang Sabathi
HNO-Facharzt
Listenplatz 3
 

"Ein effizientes Kommunikationssystem braucht unsere Expertise." 

Was ELGA die einzelnen Ordinationen kosten wird, ist noch völlig unklar. Uns erwarten Mehrkosten bei sinkenden Honoraren, denn die Inflationsabdeckung fällt im kommenden Jahr weg. Das können wir Ärztinnen und ­Ärzte nicht mittragen. Außerdem ist eine hundertprozentige Datensicherheit in einem großen Datenverbund nie garantiert und die Beobachtung von Missbrauch schwierig, also fakultatives Offenlegen von Daten auch nicht auszuschließen. Hier geht es aber um die heikelsten Daten von unseren Patientinnen und Patienten. Ein erweitertes MedicalNet hätte beispielsweise den Vorteil, nicht permanent online und weniger komplex als ein komplett vernetztes System zu sein. Das Datenschutzgesetz legt nicht ohne Grund eine freiwillige Teilnahme an derartigen Projekten nahe. Wir wollen deshalb in jedem Fall bei der Installation eines effizienten Kommunikationssystems mitreden und mitbestimmen.

Dr. Kazem Mirfakhrai
Internist
Listenplatz 4

"Nachbesetzungen garantieren, Ablösezahlungen anpassen."

Die Anzahl der Kassenverträge gehört dringendst dem aktuellen Bedarf angepasst. Die regionale fachärztliche Nahversorgung darf sich nicht durch Entstehung neuer Gruppenpraxen verschlechtern. Einzelverträge nach dem Ausscheiden von KollegInnen dürfen nicht zwingend in OGs oder GmbHs übergehen. Wichtig ist die absolute Transparenz bei der Punktevergabe zur Nachbesetzung. Der Leistungskatalog der Kassen muss dringend aktualisiert werden. Die Honorare müssen zumindest die Inflation abdecken, auch jene der Privatversicherungen, was nur punktuell geschieht. Wir haben daher auch bei entsprechenden Abstimmungen in der Kammer für höhere Honorarsätze gestimmt.

Unsere weiteren KandidatInnen nach Listenplatz:

5. Dr. Julia Kramer-Deimer, Radiologin
6. Chefarzt Prof. Dr. Reinhard Mörz, Internist
7. Dr. Friedrich Vorbeck, Radiologe
8. Prof. Dr. Konrad Pillwein, Kinderarzt
9. MR Doz. Dr. Attila Dunky, Internist
10. Bgdr. Prof. Dr. Thomas Treu, Urologe
11. Prof. Dr. Paul Höcker, Internist
12. Dr. Peter Voitl, Kinderarzt
13. Prim. Prof. Dr. Peter Fasching, Internist

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