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Sozialdemokratische ÄrztInnen
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Aktuelle Ausgabe
Sternfahrt nach Bad Tatzmannsdorf Gruppenfoto, entstanden auf der Sternfahrt nach Bad Tatzmannsdorf - zum Vergößern bitte aufs Bild klicken.

Ein Blick zurück XX | 1989 - Ärztekammerwahl, neuer Obmann, neue Zeitung

BSA intern

Zunächst mussten für die Ärztekammerwahl am 15. April 1989 viele Vorarbeiten geleistet werden.

An der Spitze der KandidatInnenliste der Turnusärzte standen Dr. Harald Tomonko, Dr. Ulrike Kaiser und Dr. Bernhard Schwarz. Für die praktischen ÄrztInnen kandidierten Dr. Roland Paukner, Dr. Hans Tönies und Dr. Cornelius Sellner. Die SpitzenkandidatInnen des Wahlkörpers der Fachärzte waren Dr. Wilhelm Marhold, Dr. Elisabeth Pittermann und Dr. Werner Kwasny.

Die Sozialistische Ärztevereinigung konnte ihr Ergebnis vom Jahre 1985 mit 7 Mandaten halten. Bei den TurnusärztInnen gelang es ihr, den Stimmenanteil auf 18,8 Prozent auszubauen. Die seit 1985 bestehende gute Zusammenarbeit mit dem Präsidenten Dr. Michael Neumann und seiner Fraktion „Vereinigung Österreichischer Ärzte“ konnte fortgesetzt werden. Eine am 10. Mai 1989 getroffene Vereinbarung ermöglichte es der sozialistischen Fraktion, wichtige Funktionen zu übernehmen und so mehr Einfluss auf das Kammergeschehen zu gewinnen, als es den Wahlergebnissen entsprochen hätte.
Am 22. April 1989 fand ein Frühjahrstreffen der Sozialistischen Ärzte, veranstaltet von der Landesgruppe Steiermark, in Bad Aussee statt. Es referierten Dipl.-Ing. Klaus Gartler, Stadtrat von Graz, Dr. Günther Fochler, Chefarzt Dr. Klaus Schneider und Prof. Dr. Werner Dutz. Dr. E. Junker und Dr. W. Niernberger waren die Vorsitzenden.                                       
Gemeinsam mit dem ARBÖ-Ärzteklub unternahmen am 25. Mai 1989 die sozialistischen Ärzte eine Sternfahrt nach Bad Tatzmannsdorf mit Besichtigung des Rehabilitationszentrums der PVA.
Am 31. Mai 1989 hatte die Sozialistische Ärztevereinigung mit Dentisten und Medizinstudenten 1.293 Mitglieder.

Bei der Jahreshauptversammlung am 21. Juni 1989 kam es im Vorstand zu wesentlichen Veränderungen. Dr. Stephan Rudas wurde zum neuen Obmann der Sozialistischen Ärztevereinigung gewählt, zu seinen StellvertreterInnen Dr. Elisabeth Pittermann, Dr. Wilhelm Marhold und Dr. Roland Paukner. Dr. Christian Koller übernahm die Funktion des Schriftführers, Dr. Attila Dunky die des Kassiers und Dr. Alexander Schröck wurde Bildungsreferent. Dr. Ermar Junker wurde zum Ehrenobmann ernannt. BM a. D. Dr. Kurt Steyrer hielt das Hauptreferat „Die Entwicklung der Gesundheitspolitik in Österreich während der vergangenen 20 Jahre“.

Gresten hatte sich als Tagungsort bestens bewährt. Die Herbsttagung 1989 musste jedoch aus technischen Gründen nach Ybbs an der Donau verlegt werden. Tagungstermin war der 11. November 1989. Bundesminister Ing. Harald Ettl brachte in seinem Referat zum Ausdruck, dass er hoffe, eine Wende im Gesundheitswesen herbeiführen zu können. Stadtrat Univ.-Prof. Dr. Alois Stacher sprach über gesundheitspolitische Probleme und zu den Mordfällen im Altersheim Lainz.

Der Rücktritt von Univ.-Prof. Dr. Alois Stacher als Gesundheitsstadtrat von Wien wurde von den Sozialistischen Ärzten sehr bedauert. Er war nach Julius Tandler der bedeutendste Wiener Gesundheitspolitiker. Unter seiner fachkundigen Amtsführung erreichten sowohl die Sozialpolitik als auch die Gesundheitspolitik in der Stadt Wien ein hohes Niveau. Er erbrachte auf dem Gebiete der Vorsorgemedizin und Sozialpsychiatrie, durch die Modernisierung der Krankenanstalten und durch die Errichtung des Donauspitals für die Bevölkerung Wiens große Leistungen. Am 15. Dezember 1989 wurde Dr. Sepp Rieder zu seinem Nachfolger bestellt.

Die Zeitschrift „Der Sozialistische Arzt“ beendete nach 41 Jahren mit Jahresende 1989 ihr Erscheinen. Sie wurde von der neuen Zeitschrift der Sozialistischen Ärztevereinigung „Analyse“ Anfang 1990 abgelöst. Dr. Alexander Schröck blieb weiterhin für die Redaktion verantwortlich.

Bei der Jahreshauptversammlung am 15. Dezember 1989 hielt Dr. Ermar Junker ein rückblickendes Referat mit dem Thema „Die Sozialistischen Ärzte im Zeitgeschehen“.

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